Vollzugseinrichtung

Geschichte und Gebäude

Hier finden Sie weitere Informationen zum historischen Hintergrund der Justizvollzugsanstalt Bruchsal.

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Luftansicht der JVA Bruchsal aus dem Jahre 1924

Die Justizvollzugsanstalt Bruchsalt wurde im badischen Revolutionsjahr 1848 nach dem Vorbild der Eastern State Penitentiary in Philadelphia, welche die erste Anstalt nach dem sogenannten Pennsylvaniaschen System auf der Welt ist, erbaut. Es folgten viele Gefängnisse, wie zum Beispiel das englische Gefängnis in Pentonville, welches als erstes Gefängnis nach diesem System in Europa erbaut wurde. In Anlehnung an Pentonville war das Gefängnis Bruchsal das erste in Deutschland. Eine architektonische Leistung ist die renovierte Anstaltskirche in der Kuppel des Zentralbaus (1989). Der "Stern zu Bruchsal" bietet einen ernsten Gegensatz zur unweit gelegenen ehemaligen Barockresidenz der Bischöfe von Speyer. Zur Anstalt gehört die Außenstelle Kislau, ein ehemaliges Jagdschloss der in Bruchsal residierenden Bischöfe, das nach 1933 den Nationalsozialisten als Konzentrationslager für die Gegner des Regimes in Baden diente.

Das Gesamtgelände der Hauptanstalt umfasst ca.10 Hektar. Im Jahr 2004 war die JVA Bruchsal mit durchschnittlich 430 Gefangenen belegt. Die Anstalt verfügt über ca. 400 Personalstellen verschiedener Laufbahnen. Hinzu kommen zahlreiche nebenamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiter.